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BEWIRTSCHAFTUNG
Betriebssituation der Alp Schrina, Walenstadtberg
Die Alp Schrina wird mit etwa 40 Kühen und 80 bis 100 Stück Galtvieh bestossen. Die Kühe bleiben den ganzen Sommer in der Umgebung der Hauptalp, das Galtvieh steigt im Verlauf des Sommers über die Weide Butz bis auf das Obersäss. Das Verhältnis von Kühen und Galtvieh muss ausgewogen sein, um eine angemessene Bewirtschaftung zu gewährleisten. Mit den zwei Alpteilen wird die Alp verhältnismässig aufwändig, geht man heutzutage doch von 90 Kühen für eine "normale Alp" aus.
Die Einrichtungen der Alp Schrina wurden in den vergangenen Jahren auf sanfte Art den Anforderungen der modernen Qualitätssicherung angepasst.
Bei diesen Anpassungen wurde darauf verzichtet, eine moderne Absauganlage von der Melkmaschine zum Milchkeller und von der Milchwanne zum Käsekessi zu erstellen. In Absprache mit dem Pächter zogen wir es vor, die Milch möglichst schonend zu behandeln. Es ist nicht klar, wie lange das betrieblich noch durchgehalten werden kann.
Ziele der Alp
Wir haben die Aufgabe, die Alp in einem guten Zustand zu erhalten. Das gilt sowohl für die Gebäude wie für die Weideflächen. Die Bewirtschaftung der Alp muss auf zeitgemässe Art möglich sein.
Für diese Bewirtschaftung müssen wir einerseits für zeitgemässe Arbeitsbedingungen sorgen und andererseits die gestellten Anforderungen in hygienischer und qualitativer Hinsicht erfüllen.
Der zukünftigen Vermarktung ohne die bisher gewohnte Unterstützungen ist mit mehr Selbstverantwortung Rechnung zu tragen: Die Alp ist eher auf sich gestellt. Für diese Vermarktung muss sich die Alp in einer sauberen und gefälligen Art präsentieren.
Ein Blick in die Zukunft ist schwierig. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass wir die Alp ganzheitlich betreiben können. Dazu gehört auch die Vermarktung der Produkte, die wir immer selbstständiger betreiben müssen. So sind wir froh um jedes Geschäft, das bereit ist, unseren Alpkäse als Spezialprodukt zu verkaufen.
Wir haben mit einem kleinen Massenlager und den dazu gehörenden WC- und einfachen Waschanlagen eine Möglichkeit geschaffen, dass Helferinnen und Helfer bei uns auf der Alp übernachten können.
8880 Walenstadt, im April 2006
Erich Müller, Präsident der Alpkorporation
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